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Begriff Definition
Corporate-Identity

CI ist die Gesamtheit aller Darstellungsweisen eines Unternehmens nach innen und nach außen. Corporate Identity fußt auf der Unternehmensphilosophie, aus der heraus alle identitätsstiftenden Handlungs- und Darstellungsformen in einem einheitlichen Rahmen öffentlich unverkennbar und unverwechselbar werden. Die konstitutiven Elemente des CI sind vor allem die Darstellung in der Öffentlichkeit mit einem einheitlichen Erscheinungsbild (Corporate Design), mit dem Verhalten der Mitarbeiter des Unternehmens nach innen und nach außen (Corporate Behaviour) und der Corporate Communication, also der Kommunikationskultur im Austausch mit der Öffentlichkeit und anderen Unternehmen. Corporate Identity ist damit eine Führungsaufgabe, die strategisch geplant und operativ realisiert werden muss.

Cost-Averaging

Bei regelmäßigen Anlagen in ein Investmentkonto (Depot) werden bei schwankenden Preisen unterschiedliche Stückzahlen von Investmentanteilen gekauft. Bei niedrigen Preisen werden mehr, bei hohen Preisen weniger Anteile für den regelmäßigen Anlagebetrag gekauft. Dadurch verhält sich der Anleger automatisch antizyklisch und erreicht so einen günstigen Durchschnittspreis. Besonders einfach mit Investmentfonds realisierbar.

Cost-Center

Ein Cost-Center ist eine Organisationseinheit, ähnlich wie eine Kostenstelle, für die ein Kostenbudget vorgegeben wird, das durch einen Soll-/Ist-Vergleich kontrolliert wird. Controlling; Kostenarten; Kostenstelle

Damnum

Als Damnum (Disagio, Darlehensabgeld) wird der Teil des Entgelts bezeichnet, der für eine Geldüberlassung im voraus bezahlt werden muß. Das Damnum (Disagio, Darlehensabgeld) ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und dem Auszahlungsbetrag eines Darlehens. Das laufend zu entrichtende Entgelt für ein Darlehen wird als Zins bezeichnet. Bei betrieblich veranlaßten Darlehen ist das Damnum eine Betriebsausgabe, die teilweise auf eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag fällt. Somit ist das Damnum auf die Vertragsdauer des Darlehens in gleichmäßigen jährlichen Raten zu verteilen und als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zu aktivieren. Betriebsausgaben; Darlehen

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz aus der Gesamtleistung und den produktabhängigen, variablen Kosten. Es ist somit der Beitrag, der zur Deckung der nicht produktabhängigen, fixen Kosten und zur Erzielung eines Gewinns zur Verfügung steht. In der Deckungsbeitragsrechnung unterscheidet man zwei Arten: Deckungsbeitragsrechnung auf Grenzkostenbasis und Deckungsbeitragsrechnung auf Basis der relativen Einzelkosten (siehe hierzu weitere Erläuterungen)

Deckungsbeitragsrechnung auf Basis relat

Nach Riebel werden alle Kosten (und nicht nur die im Grenzkostenverfahren angesprochenen produktabhängigen variablen Kosten) im Betrieb als Einzelkosten direkt dem einzelnen Produkt, der Produktgruppe, der betrieblichen Abteilung oder schließlich dem Gesamtunternehmen zugerechnet. Dieser Ansatz hat sich in der Betriebswirtschaftslehre verstärkt durchgesetzt.

Deckungsbeitragsrechnung auf Grenzkosten

Der produktbezogenen Gesamtleistung pro Leistungseinheit werden die rein produktabhängigen Kosten gegenübergestellt. Diese rein produktabhängigen, variablen Kosten sind pro Leistungseinheit konstant und folgen gleich den Grenzkosten (siehe auch Grenzkosten). Zu beachten ist jedoch, dass die Grenzkosten nicht zwingend gleich den variablen Kosten sein müssen. Verursacht eine zusätzliche Leistungseinheit beispielsweise auch eine zusätzliche Investition (und somit zusätzliche Abschreibungen) so sind die Grenzkosten dieser zusätzlichen Einheit höher, als die vorher ermittelten variablen Kosten

Discounted-Cash-Flow-Methode

Dieses international häufig angewendete Verfahren zur Unternehmenswertermittlung funktioniert wie das Ertragswertverfahren - allerdings mit dem Unterschied, dass der Cash-Flow und nicht der Gewinn als Berechnungsgröße zu Grunde gelegt wird.

Dokumentenakkreditiv

Dokumentenakkreditiv ist das abstrakte Zahlungsversprechen einer Bank gegenüber einem Exporteur, daß die Ware vom Importeur bezahlt wird. Die Rechtsbeziehungen sehen so aus, daß zwischen der Akkreditivstelle und dem Exporteur ein Kontovertrag besteht, der die Akkreditivbank verpflichtet, im Auftrag des Importeurs zugunsten des Exporteurs zu zahlen, wobei Akkreditivversprechen abstrakt sind, d.h. losgelöst von den ihnen zugrundeliegenden Kauf- und sonstigen Verträgen. Das Schuldversprechen (documentary credit) beginnt mit Übergabe vorgeschriebener Dokumente und nach der Erfüllung verschiedener Akkreditivbedingungen an den Exporteur. Da dem Exporteur daran gelegen ist, den Kaufpreis für seine exportierte Ware alsbald zu erhalten, oder um das Risiko, daß der Importeur die Ware nicht bezahlt, auszuschalten, vereinbart er mit der Bank des Importeurs, daß bei der Vorlage bestimmter Dokumente (z.B. Frachtbrief) die Bank den Kaufpreis bezahlt bzw. garantiert, daß der Importeur innerhalb einer bestimmten Frist zahlt.

Dokumenteninkasso

Dokumenteninkasso ist eine Erfüllungsform bei Außenhandelsgeschäften zur Sicherung der Zahlung und der Lieferung durch Zug-um-Zug-Geschäft. Praktisch heißt dies, daß der Importeur die Dokumente erhält, die die Ware vertreten, und zwar nur gegen Zahlung (ersatzweise Akzeptleistung). Auf der anderen Seite erhält der Exporteur die Zahlung nur gegen Aushändigung von Dokumenten an den Importeur, die mit dessen in den Vertragsbedingungen festgehaltenen Vorstellungen und Wünschen übereinstimmen. Die Vorlage der Dokumente beim Importeur zur Zahlung (durch Erteilung eines Zahlungsauftrages) bzw. zur Akzeptierung eines beigefügten Wechsels wird von Kreditinstituten übernommen. Man unterscheidet zwischen documents against payment (D/P), Dokument gegen Zahlung und documents against acceptance (D/A), mithin Dokumente gegen Akzeptierung eines vom Exporteur auf den Importeur gezogenen Wechsels. Als vereinheitlichte Vertragsbedingung bietet sich diesbezüglich die einheitliche Richtlinie für Inkassi ( IRI«) der Internationalen Handelskammer an. Grundsätzlicher Nachteil dieser Zahlungsart ist die Schwierigkeit, nach unterschiedlichen Rechtsordnungen Forderungen auf dem Klageweg durchzusetzen.

Doppelbesteuerungsabkommen

Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein Abkommen, nach denen ein Einkommen auch nur einmal in einem Staat besteuert werden soll (bzw. daß die Steuern, die schon einmal in einem anderen Staat bezahlt wurden, auf die Steuerschuld, die in dem anderen Staat anfällt, angerechnet werden). Mit vielen Auslands-Staaten hat Österreich Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) getroffen. In einem DBA ist lediglich festgelegt, welcher Staat für welche Einkünfte das Besteuerungsrecht hat. Davon unabhängig ist nach österreichischem Steuerrecht zu entscheiden, ob eine unbeschränkte oder beschränkte Einkommensteuerpflicht besteht. Das heißt unter anderem auch, dass dann, wenn z.B. das Gehalt nur im Ausland versteuert wird, diese Einkünfte in Österreich dem Progressionsvorbehalt unterliegen, also mitrechnen, wenn es um die Höhe des Steuersatzes geht, der auf die anderen Einkünfte angewendet wird. Die neben der Freistellungsmethode zweite Möglichkeit, nur einmal Steuer zu bezahlen, ist die Anrechnung: Die im Ausland gezahlten Steuern werden auf die österreichische Einkommensteuer angerechnet. Mit dieser Methode ist ein Nachteil verbunden: Wessen österreichische Steuer gering ist, wessen Steuerabzug zu einem negativen Gesamtbetrag der Einkünfte führt oder wenn die ausländischen Einkünfte nach deutschem Steuerrecht negativ sind, im Ausland dafür aber Steuern gezahlt werden mußten, der hat von der Anrechnung wenig. In solchen Fällen sollten dann besser die ausländischen Steuern wie Werbungskosten geltend gemacht werden.

Due Diligence

Due Diligence ("sorgfältige Prüfung bei einer Firmenübernahme"), bekommt im Rahmen der zunehmenden Internationalisierung und damit verbundener Akquisitionen eine zunehmende Bedeutung.

Die Due Diligence Prüfung ist normalerweise intensiv, vollständig und zeitraubend. Insbesondere werden Fragen über das Management-Team gestellt, sowie Firmen-, Produkt- und Marktanalysen durchgeführt, wobei der Hinterfragung von Annahmen im Business Plan ein besonderer Schwerpunkt eingeräumt wird. Befragt werden insbesondere Mitarbeiter der zu betrachtenden Firma, sowie Lieferanten, Kunden, Konkurrenten und andere Insider. Aber nicht nur Investoren sollten Due Diligence praktizieren.

Eigenkapital

Eigenkapital (Reinvermögen) = Vermögen minus Schulden Als Eigenkapital werden die eigenen Mittel des Unternehmens bezeichnet. Die eigenen Mittel sind dabei das vom Unternehmer oder den Gesellschaftern zur Verfügung gestellte Kapital zuzüglich oder abzüglich des erwirtschafteten Erfolgs sowie zuzüglich der Rücklagen. Das Eigenkapital wird bei einem Einzelunternehmen oder einer Personengesellschaft in einer einzigen Position, die alle eben genannten Positionen zusammenfaßt, auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Durch die wechselnde Höhe des Unternehmenserfolgs ändert sich natürlich auch die Höhe der zu jedem Bilanzstichtag ausgewiesenen Sammelposition Eigenkapital (bewegliche Kapitalkonten). Den Gewinn des Unternehmens kann man also nicht direkt aus der Bilanz ablesen, sondern muß das Eigenkapital mit dem des Vorjahres vergleichen. Die Differenz ist der Gewinn. Bei Kapitalgesellschaften sind die Kapitalkonten fest, da gesetzlich in der Höhe vorgeschrieben. Bei der GmbH spricht man von Stammkapital, eine Aktiengesellschaft hat Grundkapital. Rücklagen werden hier in gesonderten Passivpositionen ausgewiesen, ebenso wie der erwirtschaftete Gewinn oder Verlust, den man bei Kapitalgesellschaften direkt aus der Bilanz ablesen kann. Da bei Kapitalgesellschaften die Haftung auf das gesetzlich vorgeschriebene Kapital (Stamm- oder Grundkapital) beschränkt ist, kann es in einer Krise aus Gläubigerschutzprinzipien dazu kommen, daß Gesellschafterleistungen, wie z.B. Darlehen oder Bürgschaften für Fremddarlehen, die anstatt einer zusätzlichen Eigenkapitalzufuhr erfolgen, als Eigenkapitalersatz klassifiziert werden. Neben den klassischen Methoden der Eigenkapitalbeschaffung, wie z.B. Einlagen aus dem Privatvermögen Nachschüsse Kapitalerhöhungen Aufnahme von Kommanditisten Aufnahme von stillen Gesellschaftern oder Unterbeteiligungen wird für viele Unternehmen das Going public«, also der Börsengang, immer attraktiver. Eigenkapital; Eigenkapitalersatz; Fremdkapital; Horizontale Finanzierungsregel; Verwendbares

Eigenkapitalersatz

Als Eigenkapitalersatz werden Gesellschafterleistungen, wie z.B. Darlehen oder Bürgschaften angesehen, die einer Kapitalgesellschaft in einer Krise gewährt oder belassen werden, anstatt ihr zusätzliches Eigenkapital zuzuführen. Grundsätzlich sind und bleiben auch Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital. Sobald aber ein Gesellschafterdarlehen als Eigenkapitalersatz angesehen wird, darf es - auch bei formeller Fälligkeit - nicht zurückgezahlt werden. Tilgt die Kapitalgesellschaft das Darlehen dennoch, muß der Gesellschafter - meist auf Verlangen des Insolvenzverwalters - das Geld der GmbH wieder zur Verfügung stellen. Eine GmbH ist spätestens dann in der Krise, wenn kein fremder Dritter bereit ist, ihr ohne zusätzliche Sicherheiten (Bürgschaften) der Gesellschafter oder anderer Personen, einen Kredit zu geben. Beispiel Eine GmbH mit zwei Gesellschaftern nimmt zwischen 1997 und 2000 Kontokorrentkredite in Anspruch. Der eine Gesellschafter bestellt zur Kreditabsicherung eine Grundschuld über 100 000 DM auf sein Privatvermögen. Der zweite Gesellschafter übernimmt eine selbstschuldnerische Bürgschaft in unbegrenzter Höhe. Im Februar 1999 wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Seit Juni 1998 hatte die GmbH den weitaus größten Teil des Kontokorrentkredits bei der Bank getilgt und dabei andere Schuldner vernachlässigt, da die Krise immer noch nicht beigelegt war. Der Insolvenzverwalter sieht in der Kreditrückzahlung eine Tilgung kapitalersetzender Darlehen und verlangt Erstattung. Eigenkapital

Eiserner Bestand

Oder auch Mindestbestand genannt. Die Sicherung des störungsfreien Betriebsablaufes ist eine bedeutender Erfolgsfaktor. Hierzu ist es notwendig, daß am Rohstoff- und auch in den Zwischen- lagern stets ein eiserner Bestand oder auch Sicherheits- bestand vorgehalten wird. Andere Begriffe sind Mindestbestand oder auch Reservebestand. Der eiserne Bestand soll nur angegriffen werden, wenn die geplante Beschaffungszeit aus nicht vorhergesehenen Gründen überschritten oder der Verbrauch an Rohstoffen höher ist als geplant. Der eiserne Bestand sollte jedoch nicht aus überzogenen Vorsichtgründen zu hoch sein, da ansonsten die Kapitalbindung hohe Kosten verursacht.

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