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Begriff Definition
Ertragswertverfahren

Dieses Verfahren zur Unternehmenswertermittlung ist bei Sachverständigen in Deutschland gängiger Standard. Es basiert auf dem Potenzial des Unternehmens, in Zukunft Gewinne zu erwirtschaften. Diese werden auf den Bewertungszeitpunkt abdiskontiert. Allerdings liefert dieses Verfahren nur einen Näherungswert, da der Zinsfuß für die Diskontierung nicht klar definiert ist und sich künftige Gewinne nicht mit Sicherheit vorhersagen lassen.

Factoring

Factoring bedeutet, daß ein Unternehmen seine Forderungen an ein anderes Unternehmen verkauft, das dann die ausstehenden Rechnungen bei Fälligkeit auf eigene Rechnung eintreibt. Wer Factoring als Alternative zur Finanzierung mit Fremdkapital ansieht, sollte in seinem Unternehmen die folgenden Punkte bezüglich der Wirkung des Factoring überprüfen: Auswirkungen auf die Personalkosten (Mahn-Abteilung) Verzicht auf Lieferantenskonto Spareffekte bei den Sachkosten Spareffekte bei den Buchungskosten Wirkung auf die Investitionen Zinsbelastung Spareffekte durch Wegfall der Kunden-Bonitätsprüfung Wegfall der Forderungsausfallversicherung Spareffekte durch verringertes Mahn- und Inkassowesen Spareffekte durch geringere Rechtsanwaltsgebühren Wirkung auf Gewerbesteuer Skontoaufwand Fremdfinanzierung; Forderungsabtretung

Fakturierung

Fakturierung ist der buchungstechnische Begriff für Rechnungsstellung. Wird eine Leistung erbracht (Ware oder Dienstleistung), wird anschließend dem Kunden eine Rechnung gestellt. Diese Rechnungen dienen sowohl dem Aussteller wie auch dem Empfänger in aller Regel als Grundlage aller steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Berechnungen. Deshalb unterliegt die Fakturierung mehreren Formvorschriften.

Fazilitäten

Ständige Fazilitäten dient der EZB Liquidität den Geschäftsbanken bereitzustellen oder zu absorbieren. Durch Festlegung Zinsätze für Einlagen und der Zinssätze für Kredite bei der EZB werden die Unter- und Übergrenze der der Gelmarktsätze bestimmt.

Fixe Kosten

Fixe Kosten werden solche Kosten genannt, die unabhängig von der Beschäftigung sind. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind fixe Kosten durchaus beeinflußbar - wenn auch nur innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens, der z.B. von Verträgen abhängig ist. Die fixen Kosten werden weiter unterteilt in die absolut fixen Kosten und die sprungfixen Kosten. Absolut fixe Kosten entstehen durch die reine Existenz des Betriebs und fallen auch dann an, wenn überhaupt keine betriebliche Leistung erbracht wird. Beispiele für absolut fixe Kosten: Miete für Lager Miete für Büro Sprungfixe Kosten sind nur innerhalb bestimmter betrieblicher Leistungsbereiche fix. Wird diese Marge überschritten, springen die entsprechenden Fixkosten auf ein neues Niveau und sind dann wieder so lange konstant, bis eben dieser Leistungsbereich ebenfalls wieder verlassen wird. Beispiel: Ein Unternehmer beschäftigt zwei Mitarbeiter. Da deren Arbeitsbereiche zu groß geworden sind, wird eine dritte Arbeitskraft eingestellt. Deren Personalkosten erhöhen die fixen Kosten auf einen Schlag. Sie bleiben dann wieder so lange konstant, bis möglicherweise ein vierter, fünfter, ... Mitarbeiter eingestellt wird. Gemeinkosten; Variable Kosten

Forderungsabtretung an die Bank

Zur Sicherung von Bankkrediten kann die Abtretung von Forderungen (Zession) an die Bank vereinbart werden. Damit ist nicht mehr der Warenlieferer (= Kreditnehmer) Gläubiger von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sondern die Bank wird zum Gläubiger dieser Forderungen. Bei der stillen Zession erfahren die Drittschuldner (= Empfänger der Warenlieferungen, Kunden) nichts von der Forderungsabtretung. Sie zahlen nach wie vor an den Warenlieferanten. Die Vereinbarung der stillen Zession ist praxisüblich. Allerdings lassen sich die Banken gerne Blankoabtretungsanzeigen unterschreiben, mit denen sie im Falle einer ungünstigen Erfolgs- bzw. Liquiditätsentwicklung des Kreditnehmers stille in offene Abtretungen umwandeln können. Geschieht dies, dann können die Kunden des Kreditnehmers ihre Zahlungen mit befreiender Wirkung nur noch an die Bank leisten. Regelmäßig wird die Globalzession vereinbart, d.h. der Kreditnehmer tritt sämtliche Forderungen an die Bank ab. Monatlich erstellt der Kreditnehmer eine Liste aller aktuellen Forderungen, differenziert nach deren Alter und reicht die Liste bei der kreditgebenden Bank ein. Abtretung

Forderungsquote

Die Vorratsquote ist eine Bilanzkennzahl. Sie zeigt das Verhältnis zwischen den Forderungen und dem Gesamtvermögen. Eine hohe Forderungsquote bietet einerseits ein hohes Potential an zukünftiger Liquidität. Andererseits kann das Ausfallrisiko existenzbedrohend für das Unternehmen sein. Neben einem meist hohen Aufwand der Forderungseintreibung ist die Zinsbelastung durch die nicht realisierte Liquidität bedeutend.

Forfaitierung

Forfaitierung Abtretung fällig werdender mittel- bis langfristiger Exportforderungen an einen Forfaiteur bzw. eine Factoring-Gesellschaft. Im Gegensatz zum klassischen Factoring übernimmt der Forfaiteur in der Regel keine Dienstleistungs- bzw. Servicefunktionen für den Exporteur bzw. Gläubiger. Außerdem werden die Forderungen meist in Form eines Wechsels verbrieft und dann in Form eines Indossaments übertragen. Als zusätzliche Sicherheiten für den Forfaiteur sind Garantien und Bürgschaften von Banken oder Importländern möglich und in manchen Ländern üblich. Analog zum Factoring wird echtes und unechtes Forfaitieren unterschieden, in Abhängigkeit davon, ob der Exporteur noch ein begrenztes Ausfallrisiko trägt. Es lassen sich die gleichen Vorteile wie beim Factoring, insbesondere die Verbesserung der Liquiditätssituation und Vermeidung existenzgefährdender Ausfallrisiken nennen.

Fremdkapital

Fremdkapital ist die Summe der geborgten Finanzmittel eines Unternehmens. Hierunter zählen fest oder variabel verzinste Darlehen von Banken oder anderen Personen, Gewinnschuldverschreibungen und typische stille Beteiligungen (Stille Gesellschaft). Fremdkapital wird eingesetzt, um das Eigenkapital aufzustocken und damit den wirtschaftlich notwendigen Kapitalbedarf zu decken. Die Finanzierungskosten des Fremdkapitals werden in aller Regel als Betriebsausgaben geltend gemacht und mindern die Steuerlast. Kann das Fremdkapital nicht mehr durch Leistungen oder Waren refinanziert werden, tritt die zur Insolvenz führende Überschuldung ein. Eigenkapital; Finanzierungskosten; Horizontale Finanzierungsregel; Stille Gesellschaft

Gemeiner-Wert

Der gemeine Wert ist ein steuerlicher Begriff. Er ist ein fiktiver Anschaffungswert bzw. der gedachte Einzelverkaufpreis. Die offizielle Definition des gemeinen Wertes lautet: Der gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu beachten. Der gemeine Wert spielt in der Steuerbilanz nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig dagegen ist der gemeine Wert bei Wirtschaftsgütern, die aus betrieblichen Gründen unentgeltlich erworben (Unentgeltlicher Erwerb) wurden. Eine weitere wichtige Rolle spielt der gemeine Wert bei der Aufgabe eines Unternehmens, wenn kein tatsächlicher Verkaufspreis ermittelt werden kann.

Gemeinkosten

Gemeinkosten werden die Kosten genannt, die im Gegensatz zu den Einzelkosten den jeweiligen Kostenträgern nicht direkt, sondern nur über eine Schlüsselung zugerechnet werden können. Gemeinkosten gehören anteilig zu den Herstellungskosten. Material-und Fertigungs-Gemeinkosten müssen zu einem angemessenen Teil in das hergestellte Wirtschaftsgut eingehen. Material-Gemeinkosten entstehen häufig hauptsächlich durch die Annahme, Lagerung und Versendung von Materialien. Der größte Teil der Kosten, der durch die Fertigung verursacht wird, sind Gemeinkosten. Verwaltungskosten sind ebenfalls typische Gemeinkosten, die selbst nicht mit dem Produktionsprozeß zusammenhängen, aber notwendig sind, beispielsweise Geschäftsleitung, Einkauf, Wareneingang, Betriebsrat, Buchhaltung, Personalbüro, Ausbildungswesen und ähnliches mehr.

Gesamtkostenverfahren

Beim Gesamtkostenverfahren werden sämtliche Kosten eines Geschäftsjahres zusammengezählt und den Umsätzen gegenübergestellt. Mit dabei sind auch die Kosten für Erzeugnisse, die gar nicht in dem betreffenden Jahr verkauft, also auf Lager produziert wurden. Mit dem Gesamtkostenverfahren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über das Konto Bestandsveränderungen Informationen über die Ertragslage preis gegeben, die für Konkurrenten und aber auch für Banken höchst interessant sind, z.B. ob auf Lager produziert wurde, oder ob die Lagerbestände abgenommen haben. Damit ist das Gesamtkostenverfahren für die Unternehmen, die ihren Jahresabschluß offen legen (müssen) und diese Informationen nicht weitergeben wollen, nicht geeignet. Besser ist hier das Umsatzkostenverfahren.

Grenzkosten

Die Grenzkosten sind diejenigen Kosten, die dadurch entstehen, dass im Unternehmen eine weitere Produkteinheit produziert wird. In der Regel sind diese zusätzlichen Kosten die variablen Kosten oder die direkten Kosten. Zu bedenken ist aber auch, dass durchaus zusätzlich Kosten entstehen, die vorher als FIX angenommen wurden - sogenannte SPRUNGFIXE KOSTEN. Insofern ist die häufig vorgefundene Definition, dass die Grenzkosten gleich den variablen Kosten seien, als eher unverständlich oder unvollständig zu bezeichnen

Grundsätze-ordnungsgemäßer_ Buchführung

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sind die Regeln, nach denen Buchführung und Jahresabschluß aufgestellt werden, damit sie ihre Zwecke, also die Dokumentation und die Rechenschaftslegung, überhaupt erfüllen können. Die GoB betreffen einmal die Form und zum anderen den Inhalt der Bücher und Bilanzen. Mindestanforderungen an eine ordnungsgemäße Buchführung Sämtliche baren (kassenmäßigen) und unbaren (bankmäßigen) Geschäftsvorfälle sind chronologisch, also nach ihrer Zeitfolge, in einem Grundbuch aufgezeichnet. In Kundenbüchern (Debitoren) werden sämtliche Forderungen an Kunden einschließlich der jeweiligen Zahlungsvorgänge erfasst. In Lieferantenbüchern (Kreditoren) werden sämtliche Schulden an Lieferanten einschließlich der jeweiligen Zahlungsvorgänge erfasst. Das vorhandene Vermögen wird jährlich durch eine Inventur (Bestandsaufnahme) ermittelt. Für jede Buchung ist ein Beleg vorhanden (Belegzwang). Ist kein Beleg vorhanden und auch nicht mehr beschaffbar, muß ein Eigenbeleg erstellt werden. Alle Eintragungen in der Buchführung sind mit urkundenechtem Schreibmaterial wie Tinte, Kugelschreiber oder mit einem Drucker vorzunehmen. Die einzelnen Buchungsseiten oder Kontenblätter sind fortlaufend numeriert. Zwischen den einzelnen Buchungen stehen keine Leerräume. Bargeschäfte werden täglich in einem Kassenbuch aufgezeichnet. Die Buchführung muß zeitnah erstellt werden. Das erfordert - Ausnahme siehe die vorstehenden Kassenbücher - keine tägliche Aufzeichnung. Es muß jedoch ein zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Vorgang und der buchmäßigen Erfassung bestehen. Die Geschäftsvorfälle müssen klar und eindeutig und - falls vorgeschrieben, wie beispielsweise für Steuerzwecke bei Bewirtungen und Geschenken - auf Einzelkonten verbucht sein.

Handelsbilanz

Die Handelsbilanz ist der übliche handelsrechtliche Jahresabschluss. Für die Handelsbilanz setzen Handelsgesetzbuch, die nirgends festgeschriebenen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung (GoB) sowie das Aktiengesetz die Grenzen. Der handelsrechtliche Jahresabschluss umfasst: die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, und für Kapitalgesellschaften zusätzlich den Anhang sowie den Lagebericht. Jeder Kaufmann ist gesetzlich verpflichtet, eine Handelsbilanz zu erstellen. Kleine Gewerbetreibende können statt einer Bilanz eine Einnahme-Überschuss-Rechnung erstellen. Die meisten Kaufleute nutzen die handelsrechtlichen Vorschriften nicht und fertigen statt dessen eine Bilanz, die gleich nach steuerlichen Gesichtspunkten ausgerichtet wird (Steuerbilanz). Sie gilt dann auch als Handelsbilanz, so dass der kaufmännischen Pflicht zur Bilanzaufstellung Genüge getan wird.

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