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Begriff Definition
Handelsbrauch

Als Handelsbrauch werden die geschäftlichen Gepflogenheiten bezeichnet, die nicht per Gesetz verordnet sind. Zwischen Kaufleuten haben sich ungeschriebene Gesetze entwickelt (z.B. verschiedene Handelsklauseln wie Frachtfrei«, Preis freibleibend«), die auch für jene gelten, die diese nicht kennen. Gültiger Handelsbrauch darf niemals gegen gesetzliche Vorschriften oder gegen die guten Sitten verstoßen. Die IHKs geben über verschiedene Handelsbräuche in den unterschiedlichen Branchen Auskunft.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten entsprechen begrifflich den Anschaffungskosten und sind alle Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung von Wirtschaftsgütern entstehen. Für vom und im Betrieb selbst erstellte Wirtschaftsgüter gibt es keine Anschaffungskosten, da in aller Regel andere Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens verwendet werden, um die neuen Wirtschaftsgüter herzustellen. In die Herstellungskosten dürfen nur Aufwendungen mit eingerechnet werden. Kalkulatorische Kosten, wie beispielsweise kalkulatorische Miete oder Eigenkapitalzinsen, müssen außer Ansatz bleiben. Das gilt auch für den Unternehmerlohn. So gehört die eigene unternehmerische Arbeitsleistung nicht zu den Herstellungskosten, weil sie vorher auch nicht als Betriebsausgabe den Gewinn gemindert hat. Anlagevermögen; Anschaffungskosten; Wirtschaftsgut

Human_Resource_Management

Human Resource Management sieht die Mitarbeiter nicht als Kostenfaktor, sondern als Leistungsträger, die es zu entwickeln gilt. Es ist ein ganzheitliches Konzept der Personalarbeit, das vor allem auf die Qualität der Mitarbeiter abstellt und deren Potentiale fördern. Demzufolge steht im Mittelpunkt dieses Konzepts die Personalentwicklung, die einerseits den einzelnen Mitarbeiter als auch die Gesamtinteressen des Unternehmens in Einklang zu bringen sucht.

Imparitätsprinzip

Das Imparitätsprinzip ist ein handelsrechtlicher Bilanzierungsgrundsatz und Ausfluß des Vorsichtsprinzips. Nach dem Imparitätsprinzip werden zukünftige Verluste anders behandelt als zukünftige Gewinne. Drohende Verluste müssen bilanziell erfaßt werden (Verlust-Antizipation), zukünftige Gewinne dagegen dürfen nicht erfaßt werden. Mittel zur Verlust-Antizipation sind beispielsweise Abschreibungen oder Wertberichtigungen bei Forderungen und vor allem die Rückstellungsbildung. Steuerlich werden Verluste vor allem durch Abschreibungen auf den niedrigeren Teilwert antizipiert.

Insolvenz

(drohende) Zahlungsunfähigkeit einer Privatperson (Verbraucherinsolvenz) oder einer juristischen Person (Unternehmensinsolvenz). Eine Unternehmensinsolvenz kann ebenso bei Überschuldung vorliegen.

Insolvenzplan

Der Insolvenzplan soll ein Unternehmen aus eigener Kraft, unter bestimmten Voraussetzungen, welche im Plan klar definiert und festgehalten werden, aus der Insolvenz herausführen. Im Insolvenzplan können abweichende Vereinbarungen zur Gläubigerbefriedigung getroffen werden, wobei die Gläubiger im Insolvenzplan nicht schlechter gestellt werden dürfen, als dies in der Regelinsolvenz der Fall wäre. Die Unternehmenssanierung anhand des Insolvenzplans kann erfolgen, sobald die Mehrheit der Gläubiger diesem zugestimmt, das Insolvenzgericht den Plan genehmigt und der Insolvenzverwalter die Gläubiger gemäß Plan bedient hat. Nach Genehmigung des Plans wird das Insolvenzverfahren durch das zuständige Insolvenzgericht aufgehoben.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss umfaßt die Handelsbilanz und die Einnahme-Überschußrechnung eines Unternehmens. Bei Kapitalgesellschaften kommt der Lagebericht hinzu. Bei einer Aktiengesellschaft wird der Jahresabschluss vom Vorstand aufgestellt, durch einen staatlich vereidigten Wirtschaftsprüfer auf seine Ordnungsmäßigkeit geprüft, durch den Aufsichtsrat überprüft und durch die Hauptversammlung festgestellt. Der Jahresabschluss einer Aktiengesellschaft wird immer offen gelegt (Publizitätspflichten). Bei der GmbH wird der Jahresabschluss durch die GmbH-Geschäftsführung aufgestellt und von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Bei einer GmbH hängt sowohl der Umfang der Prüfung des Jahresabschlusses als auch die Offenlegung von der Größenklasse der GmbH ab

Job-enlargement

(Aufgabenerweiterung) Job-enlargement ist eine arbeitsorganisatorische Maßnahme, mit der die Anzahl unterschiedlicher Tätigkeiten erhöht wird. Den Mitarbeitern werden mehrere verschiedene aber gleich schwierige Aufgaben übertragen, um einerseits stupide Arbeitsgänge aufzulockern und abwechslungsreicher zu gestalten, andererseits um sie dadurch universeller einsetzen zu können. Mit dem Job-enlargement erreicht das Unternehmen eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter und erweitert gleichzeitig die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten des Personaleinsatzes.

Job-enrichment

Job-enrichment (Aufgabenanreicherung) ist eine arbeitsorganisatorische Maßnahme, mit der die Aufgaben komplexer werden. Bei der Aufgabenanreicherung wird der Schwierigkeitsgrad erhöht, indem Aufgaben zu ganzen Einheiten integriert werden. Die häufig getrennten Aufgabenteile Planung, Ausführung und Kontrolle nimmt der einzelne beim Job-enrichment gesamt wahr. Der Entscheidungs- und Handlungsspielraum erhöht sich für den Mitarbeiter spürbar. Im Ergebnis sind die Mitarbeiter nach dem Job-enrichment für einen ganzen Aufgabenkomplex zuständig, den sie weitgehend unabhängig und selbständig bearbeiten. Sie müssen nicht mehr die vielen kurzfristigen Anweisungen ausführen, sondern teilen sich ihre Zeit selbst ein und entscheiden darüber, wie sie die Aufgabe lösen.

just_in_time

Die Ware soll genau dann angeliefert werden, wenn die Ware in der Produktion gebraucht werden. .

Kaizen

Unter Kaizen wird eine Strategie verstanden, die kontinuierliche Qualitätsverbesserungen zum Ziel hat. Diese aus Japan kommende Denkweise betont die langfristige, andauernde und undramatische Qualitätsverbesserung in kleinen Schritten, Anpassungsfähigkeit und Teamarbeit. Mit Kaizen wird eher eine Geisteshaltung als eine Methode beschrieben. Kaizen unterscheidet sich darin von der westlich orientierten Denkweise, die eher von dramatischen Quantensprüngen, Kreativität und Individualität ausgeht. Neben diesen führungsphilosophischen Merkmalen spielen bei Kaizen Daten, quantifizierte Qualitäts- und Verbesserungsziele sowie der Einsatz des gesunden Menschenverstandes eine wichtige Rolle. Ebenso kommen einfache statistische Werkzeuge und Checklisten zu breiter Anwendung. In westlichen Wirtschaftssystemen verfolgt das Total Quality Management (TQM) ähnliche Ziele wie Kaizen.

Kalkulatorische Abschreibungen

Die kalkulatorische Abschreibung ist die betriebswirtschaftliche Abschreibung nach der effektiven wirtschaftlichen Nutzungsdauer einer Anlage. Sie wird nach Verbrauchsgesichtspunkten erarbeitet. Eine Anlage wird nach den Kriterien Veralterung aufgrund von Verbrauch (normale Abnutzung), Veralterung aufgrund von Verwitterung oder Korrosion, Veralterung aufgrund des technischen Fortschritts und Veralterung aufgrund von Änderungen in den Verbrauchergewohnheiten abgeschrieben. Am geläufigsten ist die Abschreibung aufgrund der Veralterung und des technischen Fortschritts. Die Nutzungsdauer muss nach den effektiven betrieblichen Verhältnissen festgelegt werden. Zu beachten ist dabei unbedingt, dass sich die Nutzungsdauer durch geplante Instandhaltung wesentlich verlängern lässt.

Kameralistik

Kameralistik (v. lat.: camera = fürstliche Schatztruhe), auch kameralistische Buchführung oder Kameralbuchhaltung, ist ein Verfahren der Buchführung. Im Gegensatz zur doppelten Buchführung (Doppik), werden bei der Kameralistik Einnahmen und Ausgaben betrachtet; Erträge, Aufwendungen, Vermögen und Schulden werden nicht beachtet. Im Gegensatz zur Doppik wird in der Kameralistik stets eine Planrechnung praktiziert (Soll/Ist).

Kettenarbeitsverhältnis

Als Kettenarbeitsverhältnis wird bezeichnet, wenn mehrere befristete Arbeitsverhältnisse mit einem Arbeitnehmer hintereinander folgen. Kettenarbeitsverhältnisse sind nicht zulässig, da dadurch Vorschriften des Kündigungsschutzgesetzes umgangen werden. Unter bestimmten Umständen werden Kettenarbeitsverhältnisse erlaubt, wenn ein sachlicher Grund dazu durch die betriebliche Situation gegeben ist. In diesem Rahmen ist es möglich, dreimal innerhalb von zwei Jahren Gesamtdauer einen befristeten Arbeitsvertrag mit demselben Arbeitnehmer zu verlängern.

Konkurs

Die Konkursordnung wurde 1999 durch die » Insolvenzordnung abgelöst. Der wesentliche Unterschied zwischen Konkurs- und Insolvenzordnung ist, dass die Insolvenzordnung zum Erhalt eines Unternehmens beitragen soll. Ebenso wurde die Insolvenzordnung auf Privatpersonen erweitert (Verbraucherinsolvenz).

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