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Begriff Definition
Kosten

Die Kosten in einem Unternehmen werden allgemein in Kostenarten getrennt. Fast alle Kosten lassen sich danach in fünf Hauptgruppen zusammenfassen: Materialkosten Personalkosten (Löhne, Gehälter) Kosten für Fremdleistungen (z.B. Reparaturleistungen) Kalkulatorische Kosten (z.B. Kalkulatorische Abschreibungen) Steuern und Abgaben. Es gibt Kosten, die sind unabhängig von der Beschäftigung (Fixe Kosten) und solche, die davon abhängig sind (Variable Kosten).

Lagebericht

Der Lagebericht ist ein Bestandteil des Jahresabschlusses von Kapitalgesellschaften. Im Lagebericht wird der Geschäftsverlauf der Gesellschaft eingeschätzt und zukünftige Vorhaben erläutert. Der Lagebericht wird gemeinsam mit der Bilanz und der Einnahme-Überschußrechnung erstellt. Er ist gesetzlich vorgeschrieben und muß die tatsächliche Lage des Unternehmens wahrheitsgemäß schildern. Nach dem Handelsgesetz muss der Lagebericht den Geschäftsverlauf (u.a. Umsätze, Beschäftigung, Finanzierung, Produktionsprogramme) und weitergehende Angaben machen (z.B. Veräußerungen, Liquidität, Kurzarbeit, Auftragsbestand). Der Lagebericht muß bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften veröffentlicht werden.

Lagergeschäft

Beim Lagergeschäft werden die Produkte/Waren unabhängig von Kundenbestellungen eingekauft und körperlich in das (eigene) Lager eingelagert. Bei der Bestellung von Produkten/Waren durch einen Kunden werden die Waren auftragsbezogen kommissioniert und an den/die Kunden ausgeliefert.

Leasing

Die mittel- bis langfristige Miete (Gebrauchsüberlassung) von Investitionsgütern nennt man Leasing«. Derjenige, der das Wirtschaftsgut verleast, wird Leasinggeber genannt. Derjenige, der es least, heißt Leasingnehmer«. Bei einem Leasingvertrag überlässt der Leasinggeber (das kann derjenige sein, der das Wirtschaftsgut hergestellt hat, er kann es aber auch selbst gekauft haben, nur um es weiter zu verleasen) dem Leasingnehmer ein Wirtschaftsgut. Der Leasingnehmer muß für diese Gebrauchsüberlassung ein Entgelt (Leasingraten) bezahlen. Je nachdem, welches Wirtschaftsgut Gegenstand des Leasingvertrags ist, spricht man von Immobilien-Leasing (meist langfristig angelegt) und von Mobilien-Leasing, wenn z.B. der Fuhrpark geleast wird. Folgende Punkte sollten unbedingt in einem Leasingvertrag stehen: Grundmietzeit, in der üblicherweise keine Kündigung für den Leasingnehmer zugelassen ist Vereinbarungen von Verlängerungs- oder Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit Höhe der Leasingraten Regelungen, wer das Risiko trägt, wenn das Leasinggut zufällig zerstört wird oder wirtschaftlich entwertet wird eventuelle Vereinbarungen über Wartung und Pflege des Leasingobjekts. Bei allen Leasingvertragsformen (Ausnahme: kündbarer Leasingvertrag) beträgt die Vertragsdauer, also die sogenannte Grundmietzeit, zwischen 40 % und 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer kennt der Unternehmer normalerweise von der Berechnung der steuerlichen Abschreibungsdauer von den Wirtschaftsgütern, die er gekauft hat. Dass die Grundmietzeit mindestens 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt, hat auch rein steuerliche Gründe.

Letter of Intent (LOI)

Aus dem anglo-amerikanische Sprachgebrauch übernommen. Der LOI stellt eine Absichtserklärung z.B. im Rahmen eines Unternehmenskaufes dar. Der LOI ist eine vorbereitende, meist in schriftlicher Form abgegebene Erklärung des Käufers gegenüber dem Verkäufer. Man unterscheidet zwischen weichen und harten LOIs. Der weiche LOI ist eine unverbindliche Absichtserklärung ohne bestimmte, konkrete Kaufvertragsinhalte. Der harte LOI hingegen beinhaltet fest definierte Inhalte (Kaufgegenstand, Kaufpreis etc.).

Leverage-Effekt

Der Leverage bezeichnet die Abhängigkeit der Rentabilität des Eigenkapitals vom Fremdkapital. Liegen die Kosten für einen Fremdkapitaleinsatz unter dem erzielten Gewinn, so liegt ein positiver Leverage-Effekt vor. Durch vermehrten Fremdkapitaleinsatz wird so auch die Rentabilität gesteigert. Bei steigender Verschuldung steigt die Gesamtrentabilität des Gesamtkapitals. Der Leverage-Effekt kann vor allem in Zeiten von Niedrigzinsen die Rentabilität eines Unternehmens steigern. Denn wenn die Kosten für eine Fremdfinanzierung niedrig liegen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Gewinn die Kosten übersteigt. Der Leverage-Effekt kann also berechnen, wann es sich lohnt, Eigenkapital gegen Fremdkapital auszutauschen. Die Gefahr liegt allerdings dann bei sinkenden Gewinnen, da die meist längerfristigen fixen Kosten des Fremdkapitaleinsatzes zu einer überdurchschnittlichen Abnahme der Rentabilität führen (= negativer Leverage-Effekt). Der Leverage-Effekt tritt auch ein, wenn z.B. mit Krediten Wertpapiere gekauft werden. Liegt der Gewinn der Aktien über den Kreditkosten = positiver Leverage-Effekt; sinken sie = negativer Leverage-Effekt.

Lieferschein

Begleitpapier einer Warensendung, auf dem u. a. Artikelnummern, Bestellmenge, Angaben zum Empfänger, Absender etc. verzeichnet sind. Der Kunde kann sich damit einen schnellen Überblick über die Lieferung verschaffen. Anhand des Lieferscheins kann auch die spätere Rechnung nachvollzogen und geprüft werden.

Management_Buy_In

Wird das Unternehmen von fremdem Management gekauft, so spricht man von Management Buy In (Gegensatz: Management Buy Out, bei dem das Unternehmen von betriebseigenem Management gekauft wird). Management Buy In wird vor allem dann praktiziert, wenn zusätzliches Know how in das Unternehmen gebracht werden soll. Vorteile des Management Buy In: Erfahrungen des einkaufenden Managements werden genutzt; Geschäftsverbindungen zusätzlich eingebracht und generell werden verkrustete Strukturen besser aufgebrochen. Nachteile des Management Buy In: Bewährte Strukturen und Geschäftsbeziehungen können vorschnell aufgegeben werden; Unsicherheiten bei den Mitarbeitern durch die neue Führungsmannschaft.

Management_Buy_Out

Kauft das Management das eigene Unternehmen, so wird dies als Management Buy Out bezeichnet (Gegensatz: Management Buy In, bei dem das Unternehmen von betriebsfremdem Management gekauft wird). Häufig geschieht dies als Nachfolgeregelung bei Familienunternehmen, in ostdeutschen Ländern auch als Reprivatisierung oder bei der Ausgliederung von Unternehmensteilen oder Geschäftsbereichen in Konzernen. Management Buy Out wird vor allem dann praktiziert, wenn das Know how im Unternehmen gehalten werden soll und die Geschäftsbeziehungen kontinuierlich fortgeführt werden müssen. Außerdem werden neben dem Fortbestand des Unternehmens Arbeitsplätze gesichert. Letztlich ist Management Buy Out eine Art der Mitarbeiterbeteiligung. Vorteile des Management Buy Out: Know how bleibt im Betrieb; bewährte Geschäftsbeziehungen werden erhalten; Motivationsschub im Management. Nachteile des Management Buy Out: Mögliches Ausbooten von Familienmitgliedern; vieles bleibt beim alten; mögliche Seilschaften hindern am frischen Wind, hoher Anteil von Fremdkapital.

Management_by_Balanced_Scorecard

Management by Balanced Scorecard beschreibt die Strategie, den Umgang und die Auswahl der Kennziffern für den Balanced Scorecard. Das Verfahren erlaubt es, spezifische Strategien eines Unternehmens oder einer Geschäftseinheit anschaulich abzubilden, und in meßbare Vorhaben und konkrete Aktionen zu übersetzen.

Mantelkauf

Unter Mantelkauf versteht man den Erwerb von Geschäftsanteilen einer GmbH, die zum Zeitpunkt des Kaufes in der Regel ihre wirtschaftliche Tätigkeit eingestellt hat und im wesentlichen vermögenslos ist. Es gibt auch solche GmbHs, die ihre wirtschaftliche Tätigkeit nie oder nie richtig aufgenommen haben. Hauptzweck des Erwerbs solcher Mäntel war es früher, den in der Steuerbilanz einer GmbH ausgewiesenen Verlustvortrag zu nutzen. Bei der juristischen Person GmbH bleiben die Verluste bei der Gesellschaft bestehen, so daß bei Erwerb einer solchen Gesellschaft für den Erwerber ein Verlustvortrag vorhanden ist. Diesen Verlustverrechnungsmöglichkeiten haben die Steuergesetzgeber zwischenzeitlich einen Riegel vorgeschoben, so daß entsprechenden Angeboten hier - sowohl von Käufer- als auch Verkäuferseiten - mit größter Vorsicht zu begegnen ist. Auch gesellschaftsrechtlich kann ein Mantelkauf mit Problemen behaftet sein, dann nämlich, wenn die GmbH, deren Mantel gekauft werden soll, im wesentlichen vermögenslos ist.

Marketingstrategien

Die Marketingstrategie umfasst langfristige, globale Verhaltenspläne zur Erreichung der Marketing- und Unternehmensziele. Die grundlegenden Marketingstrategien sind:

• Marktwahlstrategie (Marktfeld, Marktparzellierung, Marktabdeckungs-, Marktarealstrategie)
• Marktteilnehmerstrategie (abnehmer-, konkurrenz-, handels-, anspruchsgruppengerichtete Strategien)

Im Rahmen der Marketingmanagementprozesse werden die Marketingstrategien durch die Instrumentalstrategien konkretisiert. Diese sind: Strategien zur Produkt-, Programm-, Preisgestaltung, Distributionsstrategie, Kommunikationsstrategie

Mergers & Acquisitions (kurz: M & A)

Während der Begriff des M & A in den USA hinreichend bestimmt ist und viele landesspezifische Publikationen, Leitfäden und Lehrbücher vorliegen, wurde dieses Phänomen in Deutschland erst zu Beginn der 80er Jahre wissenschaftlich intensiver aufgearbeitet.

In Deutschland wird der Begriff des M & A nicht einheitlich unterschieden. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt stehen Merger für Fusion und Acquisitions für Übernahme, Erwerb bzw. Kauf als 100-prozentiger Erwerb der Anteile an einer Unternehmung.

Im Wesentlichen kann M & A als ein Sammelbegriff für folgende Vorgänge bezeichnet werden:
1. Kauf und Verkauf von ganzen Unternehmen und Beteiligungen
2. Beratung und Koodinierung einer Kaufs- oder Verkaufstransaktion unter betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Kriterien,
3. Auswahl und Vermittlung von Verkäufern und Käufern,
4. gegebenenfalls die Zusammenstellung einer Finanzierung des Erwerbers und
5. die Anschlussbetreuung. Hier geht es insbesondere um eine zweckoptimale Integration des neugekauften Unternehmens in den Unternehmensverbund
des Erwerbers bzw. Herauslösung des verkauften Unternehmens aus dem Unternehmensverbund des Verkäufers.

Moratorium

Ein Moratorium ist ein (häufig auf einen Vertrag basierendes) meist befristetes Stillhalteabkommen z.B. bezüglich fälliger oder fällig werdender Zinsen (= Zinsmoratorium) oder Tilgungen (= Tilgungsmoratorium)

Nachkalkulation

Die Nachkalkulation ist eine Kostennachrechnung - die klassische Kostenträgerstückrechnung. Um korrekt und aussagekräftig nachkalkulieren zu können, sammeln man die tatsächlich angefallenen Kosten. Dazu wertet man die Materialentnahmescheine, Stundenzettel und Gemeinkostenscheine aus und stellt sie nachträglich je Auftrag oder je Erzeugnis zusammen. Anschließend werden die tatsächlich verbrauchten Mengen und Preise den vorkalkulierten Mengen und Preisen sowie dem erzielten Preis gegenübergestellt. Mit der Nachkalkulation wird die Vorkalkulation kontrolliert. So wird festgestellt, ob mit einem Produkt Gewinn oder Verlust erwirtschaftet wurde. Mit Hilfe der korrekten und detaillierten Nachkalkulation werden auch die Kostenfresser festgestellt.

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