Alle | | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | Y | Z
Seite:  « Zurück ... 5 6 7 8 9

Alle

Begriff Definition
Variable Kosten

Die variablen Kosten werden auch als beschäftigungsabhängige Kosten bezeichnet, da sie sich bei Veränderungen im Beschäftigungsgrad ändern. Das Gegenteil der variablen Kosten stellen die Fixkosten dar. In der Praxis lassen sich nur wenige Kostenarten als tatsächlich variabel einordnen:
• Materialaufwand jedoch ohne Materialgemeinkosten,
• Fremdleistungen, die auf das einzelne Stück zurechenbar sind

Im Gegensatz zur oft verbreiteten Meinung, dass auch Lohnkosten variabel zu den Produktionsstücken seien, sehen wir dieses aus unserer praktischen Erfahrungen nur in beschränkter Form. Neben der Tatsache, dass durch die Arbeitsgesetzgebung und die vorherrschende Rechtssprechung im Arbeitsrecht der kapazitätsgerechte Auf- und Abbau nur sehr schwer zu vollziehen ist, sind die in der Praxis üblichen stetigen Schwankungen in der Produktion und die damit einhergehenden Wechseltätigkeiten der Mitarbeiter von Produkt zu Produkt teils nur mit erheblichem Aufwand abbildbar. Inwieweit dieser Aufwand im sinnvollen Verhältnis zum Ergebnis steht, ist im Einzelfall zu prüfen.

Verdeckte_Gewinnausschüttung

Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist jede Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung bei der GmbH, deren Ursache im Gesellschaftsverhältnis zu suchen ist, die sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und nicht im Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht. Verdeckte Gewinnausschüttungen sind also Rechtsgeschäfte, die zu einer Vermögensminderung bei der GmbH führen oder eine Vermögensmehrung dort verhindern, deren vereinbarte Leistungen außerhalb der ordentlichen Gewinnverteilung fließen und deren Grund im Gesellschaftsverhältnis zu suchen ist. Verdeckte Gewinnausschüttungen kann es nur bei Kapitalgesellschaften geben, da diese als eigenständige Rechtspersönlichkeiten mit ihren Gesellschaftern steuerlich anzuerkennende Verträge abschließen können. Eine verdeckte Gewinnausschüttung hat zwei Ebenen: Einmal den Grund, zum anderen die Höhe. Unabhängig von der Höhe liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung immer dann vor, wenn Leistungen der GmbH an die Gesellschafter oder umgekehrt die der Gesellschafter an die GmbH nicht klar und eindeutig bestimmt und bestimmbar sind. Maßstab für die angemessene Höhe aller Leistungen ist der fremde Dritte«, dem ein ordentlicher Geschäftsleiter eine Leistung in ebensolcher Höhe zukommen lassen würde. Verdeckte Gewinnausschüttungen sind ein Dauerstreitthema zwischen GmbH und dem Finanzamt. Verdeckte Gewinnausschüttungen können in allen Bereichen entstehen, in denen Leistungen zwischen GmbH und Gesellschaftern oder Personen, die diesen nahestehen, ausgetauscht werden. Beispiele für verdeckte Gewinnausschüttungen Auslandsreisen: Aufwendungen des Gesellschafter-Geschäftsführer können teils abzugsfähige Betriebsausgaben und teils verdeckte Gewinnausschüttung sein. Beerdigungskosten, die die GmbH für die Beerdigung des Gesellschafter-Geschäftsführer trägt, sind insoweit verdeckte Gewinnausschüttung, als diese Kosten zwangsläufig von der Familie getragen werden müssen. Soweit aber eigene Aufwendungen der GmbH aus diesem Anlaß entstehen, sind sie Betriebsausgaben. Bürgschaftszahlungen sind verdeckte Gewinnausschüttung, wenn nicht mehr mit einer Ersatzleistung gerechnet werden kann. Das Gehalt eines Gesellschafter-Geschäftsführers muß von Anfang an klar und eindeutig vereinbart sein. Die Vereinbarung muß zivilrechtlich wirksam sein. Das Verbot des Selbstkontrahierens und möglich Wettbewerbsverbote müssen beachtet werden. Gibt die GmbH Ansprüche gegenüber einem Dritten auf und wird es durch den Forderungsverzicht möglich, dass zwischen dem Dritten und dem Gesellschafter ein für diesen vorteilhaftes Geschäft zustande kommt, liegt darin eine verdeckte Gewinnausschüttung. Die Geburtstagsfeier des Gesellschafter-Geschäftsführers ist regelmäßig eine verdeckte Gewinnausschüttung, und zwar auch dann, wenn zu einer besonderen Feier, deren Anlaß der Gesellschafter-Geburtstag ist, Geschäftsfreunde und leitende Angestellte geladen sind. Erhält der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Schmiergeldzahlungen, muss er sie an die GmbH weiterleiten. Tut er dies nicht und verzichtet die GmbH auf ihren Anspruch, ist eine verdeckte Gewinnausschüttung anzunehmen. Erhalten GmbH-Gesellschafter, die auch als Stille Gesellschafter an ihrer GmbH beteiligt sind, aufgrund ihrer stillen Beteiligung eine Gewinnbeteiligung, kann verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen. Entscheidend ist der Drittvergleich bezüglich der Angemessenheit der Gewinnbeteiligungen.

Vollkostenrechnung

Eine Vollkostenrechnung bezieht alle variablen und fixen Kosten in eine Gesamtrechnung ein. Im Gegensatz zur Teilkostenrechnung differenziert die Vollkostenrechnung nicht die einzelnen Kostenarten und eignet sich demzufolge nicht als Controlling-Instrument. Die unzureichende Differenzierung der Vollkostenrechnung ermöglicht keine genaue Kostenanalyse. Sie ist lediglich dazu geeignet, ungefähre Kosten zu kalkulieren.

Vorratsquote

Die Vorratsquote ist eine Bilanzkennzahl. Sie zeigt das Verhältnis zwischen den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zzgl. unfertige Erzeugnisse zzgl. fertige Erzeugnisse) und dem Gesamtvermögen. Eine hohe Vorratsquote bedeutet neben einem hohen Lagerrisiko (Schwund, Wertverlust durch Marktfortschritt usw. ) auch eine hohe Zinsbelastung. Andererseits kann eine hohe Lieferbereitschaft positiv für den Marktauftritt sein.

Vorsichtsprinzip

Das Vorsichtsprinzip ist ein handelsrechtliches Bilanzierungsprinzip und besagt, dass sich kein Unternehmer reicher rechnen darf, als er ist. Zum Vorsichtsprinzip gehören eine ganze Reihe weiterer Prinzipien, wie z.B. das Anschaffungskostenprinzip, das Nominalwertprinzip und das Imparitätsprinzip oder das Niederstwertprinzip. Diese Prinzipien aus der Handelsbilanz gelten auch in der Steuerbilanz. Wo die Handelsbilanz Wahlrechte gewährt, werden diese bezüglich der Aktiva in der Steuerbilanz zu Ansatzpflichten, bezüglich der Passiva in der Steuerbilanz zu Ansatzverboten.

Vorsteuer

Beim Einkauf von z.B. Rohstoffen berechnet der Lieferant auf die Nettosumme Umsatzsteuer. Diese Umsatzsteuer können vorsteuer-abzugsberechtigte Personen und Unternehmen als Vorsteuer gegen die fällige Umsatzsteuer (aus Umsätzen/Einnahmen) aufrechnen.

Wechsel

Der Wechsel ist ein Kreditmittel und ein Wertpapier. Dem Wechsel liegt ein Warengeschäft zugrunde. Anstatt mit Bargeld, hat der Kunde mit Wechsel bezahlt. Der Wechsel hat für den Lieferanten zwei Vorteile. Zum einen kann sich der Lieferant mit Hilfe des Wechsels mit Liquidität versorgen, indem er den Wechsel bei seiner Bank diskontieren lässt oder indem er den Wechsel an seine Lieferanten weiterreicht. Zum anderen ist der Wechsel sicherer als gewöhnliche Forderungen, da beim Wechsel das strenge Wechselrecht eintritt (wer einen Wechsel platzen läßt, - sogenannt: der Wechsel geht zu Protest«), ist nicht mehr kreditwürdig. Der Wechsel ist kein gültiges Zahlungsmittel, sondern ähnlich wie ein Scheck ein Geldersatzmittel. Im rechtlichen Sinne hat der Schuldner erst dann bezahlt, wenn der Lieferant (Gläubiger) das Geld empfangen hat. Die formalen Regeln für einen Wechsel sind recht streng. Er muß mindestens drei gute Unterschriften haben (der Aussteller, der Kunde, die Geschäftsbank), die Laufzeit darf nicht länger als drei Monate sein und es muß festgelegt sein, bei welcher Bank an welchem Ort der Wechsel fällig wird.

Werbungskosten

Werbungskosten sind alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Einnahmen, die zu den Überschußeinkünften rechnen, notwendigerweise gemacht werden. Werbungskosten sind also alle Aufwendungen, die direkt durch den Beruf veranlaßt und ausschließlich für den Beruf gemacht werden. Zu den Werbungskosten zählen: Fahrten zur Arbeit Dienstreisen mit dem Privat-Pkw Arbeitszimmer Arbeitsmittel wie Computer, Fachliteratur, Werkzeuge, Berufskleidung, usw. Fortbildung doppelte Haushaltsführung aus beruflichen Gründen Beiträge zu Berufsverbänden oder Gewerkschaften. Werbungskosten können in bestimmten Fällen auch als Werbungskostenpauschbeträge geltend gemacht werden.

Wertanalyse

Die Wertanalyse untersucht, ob die erforderliche Qualität eines Produkts oder einer Leistung zu den geringstmöglichen Kosten erbracht wird. Ziel der Wertanalyse ist es, die Produktivität zu erhöhen, Kosten zu senken und mögliche alternative Produktlösungen zu untersuchen. Die Wertanalyse kann in allen Bereichen des Unternehmens angestellt werden. So kann sie die Effektivität der Mitarbeiter messen, Qualitätsverbesserungen in allen Bereichen anstoßen und mögliche Reorganisationen beginnen. Als Controlling-Instrument verwendet die Wertanalyse strukturierte Arbeitspläne, die die Sollgrößen den Ist-Beständen gegenüberstellen. In den unterschiedlichen Bereichen werden Teams für die verschiedenen zu untersuchenden Wertanalyse-Objekten eingesetzt, die, ausgehend von den Ist-Zuständen, Lösungsvorschläge erarbeiten. Die Wertanalyse-Teams gehen nach einem bestimmten Frageschema vor: Ermittlung des Ist-Zustandes: Um welches Produkt geht es? Welche Funktionen erfüllt das Produkt? Kostenanalyse des Produkts Allgemeine Fragestellungen an die Produktion/Leistung: Wo liegen Schwachstellen? Was kann verbessert werden? Wer kann diese Verbesserungen in Gang setzen? Welche Reserven bestehen? Zu welchem Zeitpunkt sind Verbesserungen möglich? Lösungsvorschläge: Welche Möglichkeiten zur Kostensenkung sind gegeben? Wie können diese erreicht werden? Welche qualitativen Verbesserungen sind möglich? Welche zusätzlichen Funktionen könnte das Produkt erfüllen? Welche Entscheidungen müssen getroffen werden? Wer hat was wann zu tun?

Working Capital

Working Capital stellt das Netto-Umlaufvermögen eines Unternehmens dar. Die Kennzahl ermittelt die Liquidität zur Deckung seiner kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen und errechnet jenes Kapital, das dem Unternehmen unter Abzug seiner kurzfristigen Verbindlichkeiten zur Aufrechterhaltung seiner Betriebsfähigkeit dient.

Yield-Management

Yield-Management ist ein Konzept zur Optimierung von Kapazitätsauslastungen. Es kommt vor allem für Dienstleistungsbranchen in Frage, die ihre Leistungen nicht lagern können wie produzierende Unternehmen. Yield-Management (Ertragsmanagement) wird vor allem in der Transport- und Touristikbranche angewandt. Durch verschiedene Maßnahmen werden Kapazitätsauslastungen optimiert (z. B. Hotelbelegung, Flugsitze). Durch gezielte Preispolitik können diese Kapazitäten gesteuert werden. So wird z.B. ein höherer Preis während der Saison verlangt, hingegen in schwächeren Nachfragezeiten Preisnachlässe angeboten. Typisches Yield-Management ist z.B. die Vermarktung von Last-minute-Angeboten, Wochenend-Tickets. Das Yield-Management ermittelt also die Nachfragesituation in verschiedenen Zeiträumen, erhebt Daten über die Kapazitäsauslastungen und steuert über die Preisangebote saisonale Schwankungen aus. Yield-Management unterscheidet auch bestimmte Käufergruppen, denen sie besondere attraktive Angebote macht (z. B. Bonuspunkte beim Flugverkehr usw.). Grundsätzlich können unterschiedliche Strategien des Yield-Management in vielen Branchen angewandt werden, die eine zeitweise Bereitstellung von Dienstleistungen anbieten.

Zahllast

Beim Verkauf von Produkten an Kunden entsteht eine Umsatzsteuerschuld gegenüber dem Finanzamt. Durch die beim Einkauf von z.B. Rohstoffen geleistete Vorsteuer ist ein "Guthaben" gegenüber dem Finanzamt entstanden. Der Unterschiedsbetrag / Saldo zwischen Umsatzsteuer und Vorsteuer ist die Zahllast (Umsatzsteuer > Vorsteuer) oder der Vorsteuerüberhang (Umsatzsteuer < Vorsteuer).

Zahlungsunfähigkeit

Die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens ist gegeben, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, bei Fälligkeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Zahlungsunfähigkeit ist ein Insolvenzgrund. Zahlungsunfähigkeit muß sich auf Dauer ergeben. Eine nur vorübergehende Zahlungsstockung ist keine Zahlungsunfähigkeit im insolvenzrechtlichen Sinne. Wer also Aussicht auf Geld oder Kredit hat, muß bei einer vorübergehenden Zahlungsstockung keinen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Bei einer Zahlungsunfähigkeit dagegen schon. In der Praxis gehen Zahlungsstockungen und Zahlungsunfähigkeit häufig nahtlos ineinander über. Bisher gibt es noch keine Gerichtsentscheidungen darüber, wie lange eine vorübergehende Zahlungsstockung dauern darf, um (noch) keine Zahlungsunfähigkeit zu sein.

Zinsmoratorium

» siehe Moratorium

Seite:  « Zurück ... 5 6 7 8 9
Glossary 2.64 is technology by Guru PHP
 
Visions2NET - Webdesign - Softwareentwicklung, Villach, Krnten, sterreich