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Begriff Definition
Variable Kosten

Die variablen Kosten werden auch als beschäftigungsabhängige Kosten bezeichnet, da sie sich bei Veränderungen im Beschäftigungsgrad ändern. Das Gegenteil der variablen Kosten stellen die Fixkosten dar. In der Praxis lassen sich nur wenige Kostenarten als tatsächlich variabel einordnen:
• Materialaufwand jedoch ohne Materialgemeinkosten,
• Fremdleistungen, die auf das einzelne Stück zurechenbar sind

Im Gegensatz zur oft verbreiteten Meinung, dass auch Lohnkosten variabel zu den Produktionsstücken seien, sehen wir dieses aus unserer praktischen Erfahrungen nur in beschränkter Form. Neben der Tatsache, dass durch die Arbeitsgesetzgebung und die vorherrschende Rechtssprechung im Arbeitsrecht der kapazitätsgerechte Auf- und Abbau nur sehr schwer zu vollziehen ist, sind die in der Praxis üblichen stetigen Schwankungen in der Produktion und die damit einhergehenden Wechseltätigkeiten der Mitarbeiter von Produkt zu Produkt teils nur mit erheblichem Aufwand abbildbar. Inwieweit dieser Aufwand im sinnvollen Verhältnis zum Ergebnis steht, ist im Einzelfall zu prüfen.

Verdeckte_Gewinnausschüttung

Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist jede Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung bei der GmbH, deren Ursache im Gesellschaftsverhältnis zu suchen ist, die sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und nicht im Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht. Verdeckte Gewinnausschüttungen sind also Rechtsgeschäfte, die zu einer Vermögensminderung bei der GmbH führen oder eine Vermögensmehrung dort verhindern, deren vereinbarte Leistungen außerhalb der ordentlichen Gewinnverteilung fließen und deren Grund im Gesellschaftsverhältnis zu suchen ist. Verdeckte Gewinnausschüttungen kann es nur bei Kapitalgesellschaften geben, da diese als eigenständige Rechtspersönlichkeiten mit ihren Gesellschaftern steuerlich anzuerkennende Verträge abschließen können. Eine verdeckte Gewinnausschüttung hat zwei Ebenen: Einmal den Grund, zum anderen die Höhe. Unabhängig von der Höhe liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung immer dann vor, wenn Leistungen der GmbH an die Gesellschafter oder umgekehrt die der Gesellschafter an die GmbH nicht klar und eindeutig bestimmt und bestimmbar sind. Maßstab für die angemessene Höhe aller Leistungen ist der fremde Dritte«, dem ein ordentlicher Geschäftsleiter eine Leistung in ebensolcher Höhe zukommen lassen würde. Verdeckte Gewinnausschüttungen sind ein Dauerstreitthema zwischen GmbH und dem Finanzamt. Verdeckte Gewinnausschüttungen können in allen Bereichen entstehen, in denen Leistungen zwischen GmbH und Gesellschaftern oder Personen, die diesen nahestehen, ausgetauscht werden. Beispiele für verdeckte Gewinnausschüttungen Auslandsreisen: Aufwendungen des Gesellschafter-Geschäftsführer können teils abzugsfähige Betriebsausgaben und teils verdeckte Gewinnausschüttung sein. Beerdigungskosten, die die GmbH für die Beerdigung des Gesellschafter-Geschäftsführer trägt, sind insoweit verdeckte Gewinnausschüttung, als diese Kosten zwangsläufig von der Familie getragen werden müssen. Soweit aber eigene Aufwendungen der GmbH aus diesem Anlaß entstehen, sind sie Betriebsausgaben. Bürgschaftszahlungen sind verdeckte Gewinnausschüttung, wenn nicht mehr mit einer Ersatzleistung gerechnet werden kann. Das Gehalt eines Gesellschafter-Geschäftsführers muß von Anfang an klar und eindeutig vereinbart sein. Die Vereinbarung muß zivilrechtlich wirksam sein. Das Verbot des Selbstkontrahierens und möglich Wettbewerbsverbote müssen beachtet werden. Gibt die GmbH Ansprüche gegenüber einem Dritten auf und wird es durch den Forderungsverzicht möglich, dass zwischen dem Dritten und dem Gesellschafter ein für diesen vorteilhaftes Geschäft zustande kommt, liegt darin eine verdeckte Gewinnausschüttung. Die Geburtstagsfeier des Gesellschafter-Geschäftsführers ist regelmäßig eine verdeckte Gewinnausschüttung, und zwar auch dann, wenn zu einer besonderen Feier, deren Anlaß der Gesellschafter-Geburtstag ist, Geschäftsfreunde und leitende Angestellte geladen sind. Erhält der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Schmiergeldzahlungen, muss er sie an die GmbH weiterleiten. Tut er dies nicht und verzichtet die GmbH auf ihren Anspruch, ist eine verdeckte Gewinnausschüttung anzunehmen. Erhalten GmbH-Gesellschafter, die auch als Stille Gesellschafter an ihrer GmbH beteiligt sind, aufgrund ihrer stillen Beteiligung eine Gewinnbeteiligung, kann verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen. Entscheidend ist der Drittvergleich bezüglich der Angemessenheit der Gewinnbeteiligungen.

Vollkostenrechnung

Eine Vollkostenrechnung bezieht alle variablen und fixen Kosten in eine Gesamtrechnung ein. Im Gegensatz zur Teilkostenrechnung differenziert die Vollkostenrechnung nicht die einzelnen Kostenarten und eignet sich demzufolge nicht als Controlling-Instrument. Die unzureichende Differenzierung der Vollkostenrechnung ermöglicht keine genaue Kostenanalyse. Sie ist lediglich dazu geeignet, ungefähre Kosten zu kalkulieren.

Vorratsquote

Die Vorratsquote ist eine Bilanzkennzahl. Sie zeigt das Verhältnis zwischen den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zzgl. unfertige Erzeugnisse zzgl. fertige Erzeugnisse) und dem Gesamtvermögen. Eine hohe Vorratsquote bedeutet neben einem hohen Lagerrisiko (Schwund, Wertverlust durch Marktfortschritt usw. ) auch eine hohe Zinsbelastung. Andererseits kann eine hohe Lieferbereitschaft positiv für den Marktauftritt sein.

Vorsichtsprinzip

Das Vorsichtsprinzip ist ein handelsrechtliches Bilanzierungsprinzip und besagt, dass sich kein Unternehmer reicher rechnen darf, als er ist. Zum Vorsichtsprinzip gehören eine ganze Reihe weiterer Prinzipien, wie z.B. das Anschaffungskostenprinzip, das Nominalwertprinzip und das Imparitätsprinzip oder das Niederstwertprinzip. Diese Prinzipien aus der Handelsbilanz gelten auch in der Steuerbilanz. Wo die Handelsbilanz Wahlrechte gewährt, werden diese bezüglich der Aktiva in der Steuerbilanz zu Ansatzpflichten, bezüglich der Passiva in der Steuerbilanz zu Ansatzverboten.

Vorsteuer

Beim Einkauf von z.B. Rohstoffen berechnet der Lieferant auf die Nettosumme Umsatzsteuer. Diese Umsatzsteuer können vorsteuer-abzugsberechtigte Personen und Unternehmen als Vorsteuer gegen die fällige Umsatzsteuer (aus Umsätzen/Einnahmen) aufrechnen.

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